Mittwoch, 28. Oktober 2015

Bewertung Wie Monde so silbern von Marias Meyer

Details

Titel: Wie Monde so silbern
Autor: Marissa Meyer
Verlag: Carlsen Verlag
Erscheinungsjahr: 2014
ISBN: 978 - 3 - 551 - 58286 - 7
Seiten: 381 Seiten

Meine Meinung

Das Cover

Ein Cover voller silberner Schuhe. Es passt zum Titel und zur Geschichte. Es sieht edel aus und ich mag dieses Muster, dass die Schuhe bilden. Durch das Silber sieht es auch etwas futuristisch aus, was wieder sehr gut zum Setting passt. Ich finde das Cover sehr schön und ich freue mich, dass es innerhalb der Reihe auch so beibehalten wurde.




Die Story

Eigentlich ist es die Geschichte von Aschenputtel in die Zukunft verlegt. Aber so einfach ist es nicht. Es geht nämlich um Cinder. Sie ist Mechanikerin und lebt bei ihrer Stiefmutter und ihren beiden Stiefschwestern. Eines Tages kommt Prinz Kai an ihren Markstand und alles kommt ins Rollen. Was will der Prinz und was will die Königin von Luna genau auf der Erde? Danach überschlagen sich die Ereignisse und gipfeln sich auf dem großen Ball auf dem Cinder eigentlich gar nicht sein sollte.
Das hört sich erstmal alles sehr nach Aschenputtel an, aber die Geschichte hält sich nicht so stark an die Vorlage, da sie vielschichtiger wird und andere Elemente eingefügt wurden. Das ganze ist eine eher dunklere Version bzw. Adaption des Märchens und Cinder hat mit vielen Problemen zu kämpfen. Die Geschichte hält auch Wendungen bereit, die mich unvorbereitet getroffen haben. Was für mich immer sehr positiv zu bewerten ist. Und das Setting in der Zukunft, wo die Technik, doch einen großen Anteil an der Geschichte hat, gefällt mir auch sehr gut. Für mich war es weniger eine Märchenadaption, als eine Dystopie bzw. Sci-Fi Geschichte, die einem Märchen in ihren Grundzügen ähnelt.

Die Charaktere

Cinder ist eine sehr außergewöhnliche junge Frau. Sie leidet sehr unter ihrer Lebenssituation und will daran auch etwas ändern. Sie wirkt wie eine sehr zielstrebige und starke Protagonistin, hat aber auch ihre Schwachen Momente, was sie nur noch nahbarer macht und irgendwie menschlicher. Nebencharaktere bleiben eher oberflächlich und werden nicht weiter betrachtet. Der Prinz wirkt auf mich eigentlich gar nicht so königlich. Die unterschiedlichen Stände sind einem schon immer bewusst, aber er verhält sich nicht wie ein Prinz. Das kann aber auch an dem sehr modernen Setting liegen. Ich mag ihn trotzdem, er kommt mir als ein sehr gescheiter junger Mann vor, der sich nicht scheut Konflikte auszutragen. Er weiß aber, dass sein Volk an erster Stelle steht und wird nicht nur an einer Stelle mit Entscheidungen konfrontiert, die sein ganzes Volk betreffen. Die Protagonisten bzw. Hauptcharaktere sind detailreich gestaltet und haben Tiefe. Man entdeckt während des Buches auch immer wieder neue Seite. Die Nebencharaktere bleiben entweder geheimnisvoll oder einfach nur oberflächlich. Aber vielleicht erfährt man in den nächsten Bänden etwas genaueres über sie.

Gesamtbilanz

Ich mach Sci-Fi und das Setting dieser Märchenadaption, die für mich eigentlich gar keine ist, gefällt mir sehr gut. Jedoch war einiges schon ziemlich vorhersehbar, was das Lesevergnügen aber nicht geschmälert hat. Ich bin wirklich gespannt, wie es jetzt weitergeht, und wie andere Märchen da adaptiert werden oder nicht. Da ich glaube, dass die Reihe doch noch Luft nach oben hat, bekommt das Buch von mir vier Sterne. Wer mit Sci-Fi nicht so viel anfangen kann, da weiß ich nicht, ob der Technik-Anteil nicht doch zu groß ist. Aber wenn man offen für so etwas ist, dann sollte man es sich mal definitiv anschauen.

Bewertung: 4 Sterne

Challenges

Challenge der Gegenteile: lila Seite: Aufgabe 28
Reihen-Abbau-Challenge: 4 Punkte
15 für 2015 Challenge:

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