Montag, 7. September 2015

Bewertung Incarceron von Catherine Fisher

Diese Bewertung enthält Spoiler!!!!

Details

Titel: Incarceron - Fliehen heißt sterben
Autor: Catherine Fisher
Verlag: blanvalet
Erscheinungsjahr: 2014 (Taschenbuch)
ISBN: 978 - 3 - 442 - 26993 -8
Seiten: 476 Seiten

Meine Meinung

Das Cover

Ich liebe das Cover. Ich finde den Schlüssel als Motiv toll. Durch den dunklen Hintergrund und durch nochmaliges Hervorheben auf dem Cover ist der Schlüssel das zentrale Element. Es sieht auch so aus, als würde der Schlüssel leuchten. Falls der Schlüssel den im Buch erwähnten Schlüssel darstellen soll, so muss ich sagen, dass ich ihn mir anders vorgestellt habe. Nichts desto trotz passt das Cover perfekt zu dem Inhalt und ich habe mich direkt darin verliebt.
Nur so nebenbei, das englische Cover ist schöner. Zumindest finde ich, dass das Design des Schlüssel, der darauf abgebildet ist, besser passt. Aber das deutsche Cover ist trotzdem wunderschön.

Die Story

Der junge Häftling Finn wünscht sich nichts sehnlicher aus seiner Welt auszubrechen. Aber aus Incarceron, einem gewaltigen Gefängnis gibt es kein Entkommen. Aber Finn hat eine Verbindung zu Außenwelt, zu Claudia. Sie ist Finns einzige Chance aus Incarceron auszubrechen. Auf ihrem Weg erwarten sie viele Feinde, doch ihr größter Feind ist Incarceron selbst.
Am Anfang dachte ich, ich wüsste was passiert. Ich glaubte, die Geschichte könnte mich nicht mehr überraschen. Falsch gedacht. Die Geschichte hat mich an ein paar Stellen mehr als einmal überrascht. Der Schreibstil ist sehr angenehm und ich finde die Idee einfach toll. Das Setting in einem eher untypischen Gefängnis ist auch sehr gut atmosphärisch umgesetzt worden. Und es gibt immer wieder Rückschläge, die dann neu überwunden werden müssen. Und eigentlich weiß man selbst bis zum Ende nicht, was man von manchen Dingen halten soll.

Die Charaktere

Noch mehr als die Geschichte, haben mich die Charaktere beeindruckt. Nicht nur Finn und Claudia, sondern auch die Nebencharaktere. Und zwei dieser Nebencharaktere (oder doch Hauptcharaktere) haben mich emotional wirklich mitgenommen. Das ist zum einen der Hüter von Incarceron und Incarceron selbst. Der Hüter erscheint erst als ein sehr strenger, sehr kalter Charakter, öffnet sich aber und zeigt ganz neue Seiten. Incarceron tat mir am Ende richtig leid. Denn man stelle sich vor, man erschafft ein intelligentes Wesen in Form eines Gefängnisses. Und dieses Wesen kann nur sehen was in seinem Inneren passiert, hat aber den Wunsch nach außen zu schauen, wie auch einige Menschen, die es bewohnen. Könnte man sich nicht vorstellen, dass man unter diesen Umständen durchaus verrückt werden kann. Und ein Paradies sich schnell in die Hölle verwandeln kann. Also mich hat das wirklich mitgenommen. Und auch alle anderen Charaktere sind so liebevoll und unterschiedlich gestaltet. Und nach dem ersten Band konnte ich noch nicht alle genau durchschauen. Das macht umso mehr Lust auf den zweiten Band.

Gesamtbilanz

Ich muss zuerst einmal bei dem blanvalet Verlag bedanken, dass ich diese Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt bekommen habe. Ich habe das Gefühl, dass es Incarceron selbst war, der es dem Buch schwer gemacht hat wohlbehalten bei mir anzukommen. Auch hier an den Verlag ein großes Dankeschön für ihre Mühe.
Auch wenn ich ein bisschen gebraucht habe um in die Story hineinzukommen, hat sie mich total überzeugt. Ehrlicherweise muss ich gestehen, dass ich das Buch schon die ganze Zeit alleine wegen dem Cover schon lesen wollte. Der Inhalt und die Charaktere und die Wendungen in der Geschichten haben mich letztendlich in ihren Bann gezogen. Historische Elemente wurden mit modernen Elementen verknüpft und sogar eine Art künstliche Intelligenz ist erschaffen worden. Man muss auch wirklich sagen, dass das neue System in das man dort eingeführt wird, wohl eher im zweiten Teil eine größere Rolle spielen wird, nicht so kompliziert daherkommt. Wem das noch nicht genug ist, dem kann ich auch noch verraten, dass es dem Buch an Spannung und Intrigen auch nicht mangelt.
Für einen Fantasyfan und solche die es vielleicht werden wollen eine absolute Leseempfehlung. Mit dem zweiten Band "Sapphique" geht die Geschichte in zweite und ich glaube sogar letzte Runde. Volle fünf Sterne!

Bewertung: 5 Sterne

Challenges

Challenge der Gegenteile: Lila Seite: Aufgabe 38
Reihen-Abbau-Challenge: 4 Punkte
Lielan's Dystopien Challenge 3.0: 13. Buch
15 für 2015 Challenge:

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen